Annäherung
Die hier kurz beschriebene Intervention ist als solche keinesfalls neu und hat in allen Feldern pädagogischer Arbeit eine gute Verankerung. Sie verlangt nicht mehr von der Pädagogin bzw. dem Pädagogen, als sich mit „bewährtem Rüstzeug“ auf (noch) unbekanntes Gelände zu wagen:
Jugendliche spielen Computer- und Konsolenspiele, daher sind Games in allen Settings der Pädagogik präsent: in der Schule, im Jugendzentrum, beim Gruppentreff, in der sozialpädagogischen Wohngemeinschaft, etc. Pädagog/inn/en - ob sie nun selbst spielen oder nicht - sollten auch dafür einfach einmal ein offenes Ohr haben, zuhören und nachfragen. Zentrale Bedeutung hat hier, wie bei allen anderen Themen, die in den jugendlichen Lebenswelten präsent sind, die Jugendlichen und ihr Tun zunächst zu respektieren und ernst zu nehmen.
- Anerkennende Worte für gute Leistungen,
- Interesse an jugendkulturellen Ausdrucksformen,
- differenzieren hinsichtlich des individuellen Was und Wie des Spielens,
- durchaus auch kritische Ichbotschaften zu bestimmten Inhalten,
- jedenfalls Empathie und Unterstützung bei sich abzeichnendem Problemverhalten
- all das ist nicht neu und sollte auch beim Thema Computerspiele Platz haben.
Pädagog/inn/en, die sich auf diese Annäherung einlassen, werden bald erkennen, dass eine Reihe von „Klassikern“ der Medienerziehung und Vermittlung von Medienkompetenz auch hier Anwendung finden können.

