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Wenn Sie Sorgen haben

Bub mit Spielkonsole in der Hand

Manche Spiele sind beim ersten Hinschauen gut geeignet, um Eltern Anlass zur Sorge zu bieten. Auch die Intensität, mit der gespielt wird, ist gelegentlich Thema für  Auseinandersetzungen zwischen Eltern und Kindern.

Wenn Sie diese Sorgen kennen, bedenken Sie:

  • Computer- und Konsolenspiele machen Spaß! Sie faszinieren und motivieren zu Konzentrationsleistungen, die an anderer Stelle oft wünschenswert wären.
  • Bieten Sie Ihrem Kind jedenfalls gute ergonomische Voraussetzungen: einen guten Sessel, der eine aufrechte und entspannte Haltung ermöglicht, augenschonende Lichtverhältnisse, eine gute Tastatur und Maus, einen modernen, strahlungsarmen und flimmerfreien Monitor, etc., und Sie können zumindest die Gefahr von körperlichen Schäden reduzieren.
  • Bieten Sie Ihrem Kind alternative Tätigkeiten an, unterstützen und motivieren Sie zu zumindest gelegentlichen sportlichen Aktivitäten.
  • Haben Sie keine Angst vor „brutalem und blutigem“ Bildschirmgeschehen - durch ein Computerspiel wird ihr Kind sicherlich nicht zum Gewalttäter! Wenn sie das Spiel nicht gut finden, ihr Kind aber davon fasziniert ist, wird ein reines Verbot meist wenig oder nur kurzfristig etwas bewirken. Reden Sie mit Ihrem Kind, lassen Sie sich erklären, was da gespielt wird und warum das so gut gefällt. Erklären Sie Ihrem Kind Ihre Sorgen und Bedenken. Oft schaut es auch für einen Beobachter schlimmer aus, als es für die Spielenden tatsächlich wirkt.
  • Bedenken Sie auch, dass Sie selbst ein wichtiges Vorbild sind! Verlangen Sie von Ihrem Kind nicht etwas, was Sie selbst nicht beachten.

Wenn Ihr Kind für Sie schon gänzlich „unerreichbar“ geworden ist und Sie sich Sorgen machen über die Freizeitbeschäftigung, eine eventuelle Isolation oder Computerspiel-Sucht befürchten, dann können Sie sich an eine der zahlreichen Beratungseinrichtungen wenden. Neben der Beratung in Krisensituationen im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe bieten diese Stellen auch Information und präventive Aufklärungsarbeit an. Die Beratung bei den über 390 vom BMWFJ geförderten Familienberatungstellen ist grundsätzlich kostenlos.

Eine Auflistung dieser Familienberatungsstellen in den neun Bundesländern (mit Suchmöglichkeit nach Postleitzahl und Schwerpunkten) finden Sie auf der Website Familienberatung im Bereich "Beratungsstellen".

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