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Deponia Doomsday

Empfehlungen
Cover: Ein kastenförmiges Raumschiff schwebt mit offener Tür, an der sich eine rothaarige Frau hinauslehnt und versucht, einen herunterfallenden Mann mit der Hand zu erwischen.

BuPP-Altersempfehlung:

"ab 14 Jahren"
Genre: 
Adventure
Charakteristik: 
humorvolles Point&Click-Adventure
Altersfreigabe lt. PEGI:
ab 12
Inhaltsbeurteilung (PEGI): 
Gewalt
Schimpfwörter
Verfügbare Plattformen: 
Linux (PC)
Mac OSX (Apple)
Windows (PC)
Technische Voraussetzungen: 
2 GHZ Dual Core Prozessor, 2 GB RAM Arbeitsspeicher, 512 MB VRAM GeForce 9400 / ATi Radeon HD 4500 o.Ä., 3500 MB Festplattenspeicher.
Verlag: 
Daedalic Entertainment
Erscheinungsdatum:
1. März 2016
Kosten:
bis EUR 30,-
Multiplayer-/ Kooperationsmodus:
Nein
Onlinemultiplayerfunktion: 
Nein
In-Game-Käufe:
Nein
In-Game-Werbung:
Nein

Spielbeschreibung:

„Deponia Doomsday“ ist der nunmehr vierte Teil der bekannten „Deponia“-Point&Click- Adventure-Reihe. Eigentlich hätte die Reihe nach der Trilogie zu Ende sein sollen – wenn es da nicht Zeitreisen gäbe und dadurch wieder einmal alles auf den Kopf gestellt wird. Die an sich abgeschlossene Handlung der Vorgänger wird durch das Auftauchen von Mc Chronicle und seinem Chronocar, einer Zeitmaschine in Form eines alten Autos, neu aufgerollt. Anfangs geht es dem Hauptcharakter Rufus, wie in der ursprünglichen Geschichte, nur darum, vom Schrottplaneten Deponia auf die utopische Raumstation Elysium zu flüchten, weil er sich dort ein besseres Leben erhofft. Bald schon stellt sich aber heraus, dass seine Handlungen in der Zukunft schwerwiegende Konsequenzen haben werden. Jegliches Einmischen in die Zeitlinien scheint alles nur zu verschlimmern und alle Versuche die Zukunft zu verändern erzeugen weitere, ungeahnte Probleme.

Als klassisches Point&Click- Adventure müssen die Spielenden in „Deponia Doomsday“ Rätsel lösen und Gegenstände richtig anwenden und kombinieren, um so die Spielgeschichte voranzutreiben. Ein Grillmeister will uns beispielsweise nur dann seine Elefantenbüchse leihen, wenn wir ihm beweisen können, dass wir ein Jagddiplom besitzen. Dieses kann bei einem Jahrmarktspiel als Hauptpreis gewonnen werden, doch es müssen erst genügend Personen gefunden werden, die mitspielen dürfen.

Im Laufe des Spiels begegnen die Spielenden vielen bekannten Charakteren und Szenen aus den Vorgängern. Es ist aber nicht zwingend notwendig die anderen Teile gespielt zu haben, um die Handlung zu verstehen. Diese ist gespickt mit viel Sarkasmus und schwarzem Humor und erlaubt sich etliche Seitenhiebe auf unsere Gesellschaft und deren Normen und Werte.

Spielbewertung:

„Deponia Doomsday“ ist eine gelungene Weiterführung der bekannten Spieleserie. Wie auch bei den Vorgängern präsentiert sich das Spiel mit einer stimmigen Atmosphäre und überzeugt vor allem durch seine humorvolle Geschichte und grafische Gestaltung. Das Rätseldesign ist im Großen und Ganzen gelungen. Die Lösungswege können mit etwas Fantasie logisch hergeleitet werden und machen nur gelegentlich etwas weniger Sinn. Sollten Spielende bei den Rätselaufgaben einmal stecken bleiben, bietet das Spiel leider keine integrierte Hilfestellung. Im Internet sind jedoch Komplettlösungen einfach zu finden und zur Not kann auch reines Ausprobieren nach einiger Zeit zum Ziel führen. Die im Spiel vereinzelt vorkommenden Mini-Geschicklichkeitsspiele können wiederum problemlos übersprungen werden.

Die grundlegende Steuerung ist einfach zu erlernen. Zu bemängeln ist allerdings, dass manche Dialogsequenzen nicht pausiert oder ohne weiteres wiederholt werden können. Dies führt schlimmstenfalls dazu, dass ein vorheriger Speicherpunkt neu geladen werden muss.

Inhaltlich bedarf es einer gewissen Reife und Reflexion des Spielgeschehens um den Sarkasmus und schwarzen Humor richtig aufzufassen und als solchen zu erkennen. Aus dem Kontext genommen können einzelne Szenen und Handlungen problematisch wirken. Frauen werden zwar prinzipiell als starke Persönlichkeiten dargestellt, es herrscht jedoch oft eine stereotypische Rollenverteilung und Sicht der Geschlechter. Auch die Einstellung des Hauptcharakters gegenüber Frauen spiegelt dies wider und lässt demnach zu wünschen übrig. Vereinzelt gibt es Szenen und Anspielungen, die etwas befremdlich wirken und aus BuPP-Sicht - trotz Berücksichtigung des schwarzen Humors - hinsichtlich ihrer Aussagen nicht gelungen sind. Insgesamt überwiegen jedoch deutlich die pädagogisch positiven Aspekte, so fordert und fördert "Deponia Doomsday“ vor allem logisches Denkvermögen sowie Kombinationsgabe. Darüber hinaus regt das Spiel auch zur Reflexion über Themen wie Verantwortung, gesellschaftliche Normen, Strukturen, Wertevorstellungen und zwischenmenschlichen Beziehungen an. Aufgrund der notwendigen Reflexionsgabe und einiger für jüngere Spielende ungeeigneter Inhalte wird „Deponia Doomsday“ erst für Spielende ab 14 Jahren empfohlen.

Getestete Plattform:

Spiel erfordert:

Reaktion:

wenig

Denken:

viel

Ausdauer:

viel

Links zu weiteren Infos:

Screenshots: 
Screenshot: Der Hauptcharakter Rufus läuft Hand in Hand mit Goal, die ein Hochzeitskleid trägt. Die beiden werden von Dinosaurierartigen Wesen verfolgt.
Screenshot: Der Hauptcharakter Rufus steht in einem Cafe im amerikanischen Stil. Neben anderen Gästen sitzt Im Hintergrund ein Steinzeitmensch mit einem Kaffee.
Screenshot: Der Hauptcharakter sitzt in einem roten Rennwagen und duelliert sich mit einem Mann in einem blauen Rennwagen.
Screenshot: Der Hauptcharakter steht in einer Art Labor mit verschiedenen Computern.