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F1 2017

Empfehlungen

BuPP-Altersempfehlung:

"ab 12 Jahren"
Genre: 
Rennspiele
Charakteristik: 
Rennsimulation
Altersfreigabe lt. PEGI:
ab 3
Verfügbare Plattformen: 
Mac OSX (Apple)
PS4
Windows (PC)
Xbox One
Verlag: 
Codemasters
Erscheinungsdatum:
22. August 2017
Kosten:
bis EUR 70,-
Multiplayer-/ Kooperationsmodus:
Nein
Onlinemultiplayerfunktion: 
Ja
In-Game-Käufe:
Nein
In-Game-Werbung:
Nein

Spielbeschreibung:

Bei "F1 2017" handelt es sich um einen weiteren Teil der, vollständig mit einer Formel 1 Lizenz ausgestatteten, "F1"-Rennspielserie. Neben Einzelevents und dem Multiplayermodus für bis zu 22 Spielende, bietet das Spiel vor allem einen umfangreichen Karrieremodus, der den Spielenden die Möglichkeit gibt sich bis zum Mehrfachweltmeister oder erstmals zur Mehrfachweltmeisterin hochzuarbeiten. Auch abseits der Meisterschaftsrennen gibt es im Karrieremodus immer wieder etwas zu tun. So erlauben es etwa ein, im Vergleich zum Vorgängerspiel deutlich aufgewerteter, Forschungsbaum und unzählige Detail-Einstellungsoptionen, sich das Rennauto auf die eigenen Bedürfnisse hin zu optimieren. Des Weiteren dienen sporadisch stattfindende Klassik-Events, bei denen man das Steuer bekannter F1 Boliden aus vergangenen Tagen übernehmen darf, der Auflockerung.

Spielbewertung:

Nachdem bereits der Vorgänger mit einem umfangreichen Karrieremodus punkten konnte, führt „F1 2017“ diesen Weg konsequent fort. Die Forschungsmöglichkeiten wurden deutlich ausgebaut und  die Klassik-Rennen bieten zusätzliche Abwechslung. Ein kleiner Wermutstropfen hierbei ist, dass auch die hölzern wirkenden Gesichter, die etwas sterilen Strecken, und die sich öfters einmal wiederholenden Kommentare ihren Weg in die neuere Ausgabe der Rennsimulation gefunden haben. Nichtsdestotrotz kann die Optik und die Akustik des Spiels im Großen und Ganzen überzeugen. Das Aussehen und das Schadensmodell der Rennwägen kann sich sehen lassen und die Motorensounds passen durchwegs. Auch die Steuerung der Autos lässt wenig zu wünschen übrig, jedoch empfiehlt sich der Einsatz eines Gamepads oder Lenkrades. Umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten, wie etwa die Rundenanzahl, und verschiedene optionale Hilfestellungen, z. B. die Einblendung der Ideallinie oder eine Traktionskontrolle, ermöglichen es zudem das Spiel an die eigenen Vorlieben und das eigene Können anzupassen.

Trotzdem bleibt der Schwierigkeitsgrad hoch und der Einstieg ins Spiel gestaltet sich für Neulinge schwierig, ein gutes Tutorial wäre hier durchaus angebracht. Aufgrund seiner Komplexität und fehlender Spielbegleitung ist "F1 2017" somit eher für fortgeschrittene Spielende und F1-Fans zu empfehlen. Die im Karrieremodus einstellbare Schwierigkeitsstufe betrifft bloß die Geschwindigkeit der Gegner und wirkt sich leider nicht auf die Strecken und die erforderlichen Trainings aus. Wie erwähnt, werden zwar Fahrhilfen angeboten, jedoch bleibt für AnfängerInnen das Frustpotential am Anfang hoch. Positiv ist, dass man bei einem auftretenden Fehler beim Rennen dank Rückblenden das Geschehen zurücksetzen kann und nicht neu starten muss. Jedoch ist das Fahrzeuggestell sehr sensibel - fährt man gegen ein Hindernis oder wird von Gegnern gerammt, kommt es schnell zu einem Totalschaden, was zu einem Neustart führt.

Das Vorhandensein von Videotutorials zu bestimmten wichtigen Punkten erleichtert das Verständnis, jedoch wird das Zusammenspiel der Regeln im Karrieremodus für Laien nicht erklärt. So sollen zum Beispiel die in den Trainingsprogrammen erspielten Punkte im Forschungs- und Entwicklungssystem taktisch sinnvoll eingesetzt werden. Dieses umfasst die Kategorien Motor, Aerodynamik, Chassis und Strapazierfähigkeit, wobei Kenntnisse zur Fahrzeugmechanik vorausgesetzt werden, da man sich sonst im Fachjargon verliert und diese Upgrades strategisch nicht sinnvoll umsetzen kann. Ebenso verhält es sich mit den vielfältigen Informationen zum eigenen Fahrzeug (z.B. Triebwerk, Reifenauswahl etc.), wobei erklärende Informationen zum Großteil vorhanden sind.

Für Abwechslung im Karrieremodus sorgen Einladungsrennen, wo man mit historischen F1-Fahrzeugen bestimmte Szenarien meistern soll. Je nachdem wie viele Hilfefunktionen, z. B. Traktionskontrolle oder Automatikgetriebe, man während der Rennen zugeschaltet hat und wie stark die KI eingestellt wurde, erhält man außerdem mehr oder weniger Karrierepunkte, die es ermöglichen sich am Ende der Kampagne in einer Onlinerangliste, mit Spielenden aus aller Welt, zu vergleichen. Weitere Abwechslung bieten die restlichen Spielmodi, wie z.B. Events mit herunterladbaren Rennszenarien.

Aus pädagogischer Sicht ist vor allem die Tatsache, dass in diesem Teil erstmals weibliche Fahrerinnen als Spielfigur ausgewählt werden können positiv hervorzuheben. Realitätsgetreu bleibt das Konkurrenzfeld jedoch rein männlich besetzt. Obwohl abseits einer möglichen Verbesserung motorischer Fähigkeiten keine besonderen Lerneffekte zu erwarten sind, kann das Spiel auch in diesem Jahr grundsätzlich für Formel 1 interessierte Spielerinnen und Spieler ab 12 Jahren empfohlen werden. Ob die kleineren Verbesserungen im Karrieremodus und die erneuerten Lizenzen einen Kauf für BesitzerInnen des Vorgängerspiels rechtfertigen, muss letztlich selbst entschieden werden.

Getestete Plattform:

Spiel erfordert:

Reaktion:

mittel

Denken:

wenig

Ausdauer:

mittel
Screenshots: 
Mehrere Rennautos fahren gegeneinander
Ein Rennen in regnerischen Verhältnissen aus Ich-Perspektive
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