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Grand Ages: Medieval

Empfehlungen
Cover: Man sieht einen mittelalterlichen König, der konzentriert auf ein Spielbrett schaut

BuPP-Altersempfehlung:

"ab 12 Jahren"
Genre: 
Strategiespiele
Charakteristik: 
Echtzeit-Strategiespiel und Handelssimulation im Mittelalter
Altersfreigabe lt. PEGI:
ab 12
Inhaltsbeurteilung (PEGI): 
Gewalt
Online
Verfügbare Plattformen: 
Linux (PC)
Mac OSX (Apple)
PS4
Windows (PC)
Technische Voraussetzungen: 
Dual Core CPU, 2 GB RAM, Geforce GT450 oder höher, 5 GB Festplattenspeicher
Verlag: 
Kalypso Media GmbH
Erscheinungsdatum:
25. September 2015
Kosten:
bis EUR 50,-
Multiplayer-/ Kooperationsmodus:
Nein
Onlinemultiplayerfunktion: 
Ja
Onlinemultiplayerfunktion Beschreibung: 
Über das Internet oder LAN kann mit bis zu acht Spieler/-innen gleichzeitig gespielt werden.
In-Game-Käufe:
Nein
In-Game-Werbung:
Nein

Spielbeschreibung:

„Grand Ages: Medieval“ ist ein umfangreiches Echzeit- Strategiespiel, das sich problemlos mit anderen Genre-Giganten, wie beispielsweise „Anno“, messen kann. Die Geschichte startet in der Blüte des Mittelalters um das Jahr 1050 und spielt in Afrika, Europa und Asien. Hart umkämpfte Herrschaftsgebiete und geschickte Diplomatie kennzeichnen diese Zeiten. In dieser unsicheren Zeit startet die Kampagne, die den/die Spieler/-in in die Stadt Sofia führt. Der junge und unerfahrene Leon Vasselios, Sohn eines berühmten Feldherrs, übernimmt für kurze Zeit das Amt des Bürgermeisters. Sein Vater ist währenddessen in der kaiserlichen Leibwache tätig, um den Kaiser und seine Gemahlin zu beschützen. Bei einer hinterhältigen Attacke sterben der Kaiser und Leon’s Vater.

Die Aufgabe des/der Spielenden ist ab diesem Zeitpunkt, durch geschickte Diplomatie und Wirtschaft das eigene Reich zu vergrößern. Im Laufe der bis zu zehnstündigen Kampagne – die gleichzeitig auch das Tutorial ist – wird das Spiel einsteigerfreundlich erklärt. Das Handels- und Wirtschaftssystem ist sehr umfangreich, beispielsweise gibt es viel Warenverkehr und die Preise der selbst produzierten Ressourcen und Waren sind abhängig von Nachfrage und Angebot. Es ist nicht nötig, sich von Beginn an um alle Aspekte dieses komlexen Systems zu kümmern – das Tutorial führt den/die Spieler/-in schrittweise an alle Funktionen heran.

Neben der Kampagne gibt es das freie Spiel. Hier kann gegen Computergegner oder andere Spieler/-innen über LAN oder das Internet gespielt werden. Die Kartengröße und geographische Lage sind frei wählbar, auch das Spielziel ist selbst wählbar.

Spielbewertung:

Kaum ein Spiel bietet so viele Knöpfe und Schalter, an denen man drehen und drücken kann, wie das komplexe Wirtschafts- und Handelssystem von „Grand Ages: Medieval“.  Trotz dieser Vielfalt bleiben die Menüs und Einstellungsmöglichkeiten übersichtlich und müssen nicht immer in vollem Umfang genutzt werden – hier bleibt die Entscheidung dem/der Spielenden überlassen. Einige Aufgaben können automatisiert erledigt werden, beispielsweise durch geplante Handelsrouten, die eigenständig von Händlern bewirtschaftet werden.

Die Grafik ist sehr detailreich und farbenfroh. Der Zoombereich ist extrem groß und reicht von einigen Dutzend Kilometern – ganze Länder passen auf den Bildschirm – bis zu einigen Metern. In dieser Detailstufe sind einzelne Arbeiter, Hütten und sogar Tiere gut erkennbar. Die Spielmusik erinnert ein wenig Mittelalter-Filme und erzeugt beim Spielen – kombineirt mit der wunderschönen Grafik – eine entspannende Atmosphäre.

Trotz des sehr komplexen Gameplays ist „Grand Ages: Medieval“ – dank des langen Tutorials und der einstellbaren Schwierigkeitsgrade – auch für Einsteiger/-innen zu empfehlen. Der Gewaltaspekt ist nicht vordergründig, je nach Spielstil kann fast gänzlich auf Auseinandersetzungen verzichtet werden und die Ziele durch Handel und Diplomatie (meist sogar leichter) erreicht werden. Die Darstellung der Kämpfe ist absolut unbedenklich, besiegte Einheiten verschwinden einfach. Schlachten können lediglich strategisch vorbereitet werden, ausgeführt werden sie dann automatisch ohne aktive Steuerung des/der Spielenden. Kampf stellt somit keinen Spielspaßgewinn dar und ist auch nicht der einfachste Weg, sein Reich zu erweitern.

Lernpotential bietet das Spiel sowohl hinsichtlich geschichtlicher und geografischer Fakten als auch hinsichtlich wirtschaftlicher und planerisch-organisatorischer Kompetenzen.

Es gibt zwar die Möglichkeit zur Online-Interaktion, jedoch bringt diese kaum Spielspaß, der nicht auch im Singleplayermodus gegeben wäre. Das Spiel bietet langfristigen Spielspaß und Optimierungsmöglichkeiten.  „Grand Ages: Medieval“ wird aufgrund der hohen Komplexität wird für Spieler/-innen ab 12 Jahren empfohlen.

Getestete Plattform:

Spiel erfordert:

Reaktion:

wenig

Denken:

viel

Ausdauer:

viel

Links zu weiteren Infos:

Screenshots: 
Screenshot: Eine Übersichtskarte von Europa mit vernetzten Städten und Handelswegen.
Screenshot: Detailansicht einer Stadt am mehr.
Screenshot: Kampfszenario: Truppen mit Wappen kämpfen gegen andere vor einer Stadt.
Screenshot: Offenes Handelsmenü: Festsetzung der Handelsroute über das Meer und Blick auf die Ressourcen, die der Händler mit sich trägt.