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Grim Fandango Remastered

Empfehlungen
zwei comicartige Totengestalten

BuPP-Altersempfehlung:

"ab 14 Jahren"
Genre: 
Adventure
Charakteristik: 
Point&Click Adventure
Altersfreigabe lt. PEGI:
ab 14
Inhaltsbeurteilung (PEGI): 
Gewalt
Schimpfwörter
Verfügbare Plattformen: 
Linux (PC)
Mac OSX (Apple)
PS4
PSVita
Windows (PC)
Technische Voraussetzungen: 
Windows Vista, OS X 10.9, Ubuntu 14.04 oder höher, ATI Radeon HD 4650 / NVIDIA GeForce GT 220 / Intel HD 4000 Graphics oder höher, 4GB RAM, 6GB Festplattenspeicher
Verlag: 
Double Fine
Erscheinungsdatum:
26. Januar 2015
Kosten:
bis EUR 20,-
Multiplayer-/ Kooperationsmodus:
Nein
Onlinemultiplayerfunktion: 
Nein
In-Game-Käufe:
Nein
In-Game-Werbung:
Nein

Spielbeschreibung:

„Grim Fandango Remastered“ ist die überarbeitete Version des erfolgreichen Point&Click-Adventures aus dem Jahr 1998 und spielt in einer mit mexikanischem Flair angehauchten, comicartig aufbereiteten Totenwelt. Der eher zwielichtige Protagonist Manuel „Manny“ Calavera, der seine Zeitstrafe in der 8. Unterwelt dieser als Verkäufer und Berater beim „Department of Death“ (DOD) verbringt, ist zuständig für die Überfahrt der verstorbenen Seelen aus der lebenden Welt in die 9. Unterwelt ("Himmel"). Der Reisekomfort entscheidet sich nach genauem Studium der Lebensakte. War der/die Verstorbene immer aufrichtig und ehrlich, so steht ein Ticket für den Zug Nummer 9 bereit. Verbrecher und Lügner hingegen gehen im schlimmsten Fall zu Fuß.

Gleich zu Beginn steuert der/die Spielende Manny in seinem Büro und erhält einen neuen Auftrag mittels Rohrpost. Mit seiner neuen Klientin Meche im Büro angekommen stellt er fest, dass sie das Leben einer Heiligen geführt hat. Auch in der Akte steht zunächst, dass sie ein Ticket für Nummer 9 erhält – jedoch verschwindet diese Information im nächsten Augenblick. Nach einem Streit mit seinem Chef ist Meche verschwunden. Manny, nach diesem Vorfall in Misskredit des DOD geraten, macht sich auf die Suche nach ihr und der Wahrheit über diese seltsame Verschwörung.

Die grafische Überarbeitung des Originals „Grim Fandango“ betrifft die 3D-Charaktere und einige Schatteneffekte, die nun in HD-Auflösung zu sehen sind. Die erneute Studioaufnahme der Spielmusik sorgt für eine authentische mexikanische Atmosphäre. Auch die Steuerungsoptionen wurden erweitert – neben der in der alten Version verfügbaren Joystick-Steuerung kann der/die Spielende die mittlerweile etablierte Point&Click-Steuerung per Maus und Tastatur verwenden. Als neues Feature wurden Entwicklerkommentare hinzugefügt, diese sind an einem Filmklappen-Symbol am linken oberen Bildschirmrand erkennbar. Die statischen Hintergründe hingegen wurden nicht überarbeitet. Im Menü ist jederzeit der Wechsel zu den Originaleinstellungen möglich.

Spielbewertung:

Die neuen Charaktere in HD-Qualität und die Schatteneffekte können überzeugen, aber verpassen dem ohnehin schon guten Spiel - das vor allem durch seinen Humor punktet - nur einen Feinschliff. Wünschenswert wäre eine Anpassung an die derzeit gängigen Bildschirmformate 16/9 und eine Nachbearbeitung der statischen Hintergründe gewesen. Viele andere Aspekte, wie verbesserte Steuerung, neue Spielmusik und Entwicklerkommentare wirken überzeugend. Eine Übersichtskarte oder Hilfestellungen fehlen, auch das Inventar ist nicht gut gelöst.

Aufgrund der Rätsel fordert und fördert das Spiel logisches Denken (Kombinationsgabe und Problemlösung). Pädagisch bemängeln kann man allenfalls, dass ab und zu ein paar derbe Kommentare fallen und der Skelett-Hauptcharakter in Wartezeiten zu rauchen beginnt, was aber letztlich zum verruchten Ambiente (Mafia-Gangster-20er-Jahre-Stil) passt. Die musikalische Untermalung sowie die deutsche Sprachausgabe sind auch sehr gelungen.

Die Grafik von „Grim Fandango Remastered“ wirkt allgemein stimmig und künstlerisch. Den Entwicklern ist eine interessante Mischung aus überzeichnetem Comic-Stil und realen mexikanischen Elementen gelungen. Die meisten Charaktere sind in den Details übertrieben und witzig dargestellt, beispielsweise Skelette oder Fantasiewesen. Diese fügen sich jedoch erstaunlich gut in die teilweise realen Gebäuden oder Plätzen nachempfundenen Spielorte ein.

Im Großen und Ganzen überzeugt „Grim Fandango Remastered“ mit einer verbesserten Steuerung und einigen grafischen Neuerungen. Dadurch entsteht ein leicht verbessertes Spielgefühl, das Spieler/-innen des Originals sicher gefallen wird und auch jüngere Spielende begeistern kann. An der Spielspaß-Schraube wurde, wie erwartet, nicht gedreht, denn die spannende Handlung und der gekonnte Humor des Klassikers aus dem Jahr 1998 verlangen keine Überarbeitung. Aufgrund der schwierigeren Rätsel und des teilweise schwarzen Humors wird „Grim Fandango Remastered“ für rätselfreudige Spieler/-innen ab 14 Jahren empfohlen.

Spielspezifische Anmerkungen

Kann nur online gekauft werden: Paypal über Homepage, Steam, AmazonPayments, PlayStation-Store

Getestete Plattform:

Spiel erfordert:

Reaktion:

wenig

Denken:

mittel

Ausdauer:

viel

Links zu weiteren Infos:

Screenshots: 
Hauptcharakter mit Chef im Büro
Hauptcharakter als Tod mit Sense
Szene mit Clown, der Luftballontiere herstellt und dabei schlecht gelaunt ist
Zwei Skelette beim Leichenbeschauer,
modifiziertes Auto von Manny Calavera mit seinem Fahrer Glottis
Vergleich zwischen Original und Remastered
Manny in der Welt der Lebenden, wie er jemanden abholt
großes Fest in der 8. Unterwelt