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Harvest Moon: Dorf des Himmelsbaumes

Empfehlungen
Cover: einige Dorfbewohner und ihre Haustiere

BuPP-Altersempfehlung:

"von 8 bis 14 Jahren"
Genre: 
Simulationen
Altersfreigabe lt. PEGI:
ab 3
Verfügbare Plattformen: 
3DS
Verlag: 
Rising Star Games
Erscheinungsdatum:
1. Juni 2017
Kosten:
bis EUR 50,-
Multiplayer-/ Kooperationsmodus:
Nein
Onlinemultiplayerfunktion: 
Nein
In-Game-Käufe:
Nein
In-Game-Werbung:
Nein

Spielbeschreibung:

„Harvest Moon: Dorf des Himmelsbaumes“ ist eine Farm- und Lebenssimulation für Kinder ab acht Jahren.

Spielende sollen die Landschaft rund um das Dorf des Himmelsbaumes wieder zum Leben erwecken. Dies gelingt nur, wenn alle sieben Himmelsbäume gefunden und von der Erntegöttin wiederbelebt werden. Das Land ist vollkommen verdorrt und farblos, da die Menschen die Natur als selbstverständlich nahmen, sich nicht mehr für Agrarwirtschaft interessierten und in die Städte abgewandert sind. In dem tristen Kargland trifft man auf einen Erntewichtel, dem man das Versprechen gibt, die Ödnis in eine florierende Landschaft zu verwandeln. Indem man sich um Pflanzen und später Tiere kümmert und zwischenmenschliche Beziehungen pflegt, wächst die Kraft der Fürsorge, die wiederum der Erntegöttin zu neuer Macht verhilft.

Spielende beginnen zunächst mit einem kleinen Feld und schon bald siedeln sich andere Leute an und helfen sich gegenseitig. Der Händler verkauft Samen und andere nützliche Dinge, die Floristen bezahlen gut für Blumen, eine Viehzüchterfamilie bietet Tiere zum Verkauf an und unterstützt bei deren Pflege, ein Wissenschaftler erfindet neue Gebäudetypen (z.B. Mühle, Düngerlager), ein Handwerker fertig neue Geräte an, usw.

In dieser Landwirtschaftssimulation werden nicht nur Felder bestellt und Tiere gepflegt, sondern auch Handel betrieben und Beziehungen zu den Mitmenschen aufgebaut. Nachdem man die Welt gerettet hat, kann man auch heiraten und ein Kind kriegen.

Spielbewertung:

„Harvest Moon: Dorf des Himmelsbaumes“ ist eine gewaltfreie Lebenssimulation für geduldige Kinder, die sich an der Farmarbeit erfreuen.

Kinder können wichtige Regeln für das spätere Arbeitsleben lernen: Fleiß und Gewissenhaftigkeit werden belohnt. Preisvergleiche machen den entscheidenden Unterschied im Handelssystem. Stress ist oft selbst auferlegt; so ist etwa tägliches gießen nicht unbedingt notwendig.

Doch geht es bei weitem nicht nur um die Feldarbeit und Nutztierpflege. Das Spiel verlangt im Grunde nur mäßig viel Farmarbeit. Um in der Story voran zu kommen, muss man die Bitten anderer Dorfbewohner erfüllen. Oft muss man dazu bestimmte Feldfrüchte anbauen, eine bestimmte Menge an tierischen Erzeugnissen erhalten, Fischfang oder Bergbau betreiben oder zwischen mehreren Personen vermitteln. Spätestens wenn man den vierten Himmelsbaum revitalisiert hat, erhält man neue, effektivere Werkzeuge und dann geht auch die Feldarbeit leichter von der Hand. Wer weniger forciert arbeitet, kommt in der Story nicht so rasch voran und plagt sich mit ineffektiven Werkzeugen herum. Um ein befriedigenderes Spielerlebnis zu haben, ist ständige Selbstreflexion und das Setzen von Prioritäten nötig. Diese und ebenso aufmerksames Lesen beziehungsweise Zuhören, eine gute Merkfähigkeit und Zeitmanagement sind für den Spielerfolg essentiell und werden spielerisch gefordert und gefördert.

Die Charaktere sind markant und gut profiliert, wirken aber dennoch in ihrer Denkweise und ihren Handlungen infantil. Es wurden viele Personen vom Vorgängerspiel („Harvest Moon: Das verlorene Tal") übernommen und auch das Spielprinzip und die Storyline gleichen dem wenig beliebten Vorgängertitel. Dementsprechend hat sich im Vergleich auch einiges verbessert und verändert.

Wie schon bereits im Vorgänger setzen die Entwickler auch im aktuellen Titel auf die Minecraft-Elemente. Das Terrain kann angepasst werden, indem man es ebnet, tiefer setzt oder durch das Aufwerfen von Erde Hügel, Terrassen und Stufen baut. Jedoch sehen die kubischen Landschaftsklötze nicht ästhetisch aus. Es kommt zu Clipping Fehlern (v.a. im Stall mit den Tieren), was jedoch nicht wirklich den Spielspaß beeinflusst und stört. Auch die Kameraführung ist nicht optimal. Die wenig präzise Steuerung kann anfangs den Spielspaß trüben, viele Tätigkeiten werden mit denselben Tasten ausgeführt, was Übung und Bedachtheit erfordert.

Hilfsbereitschaft ist elementar, um die Hauptquests zu erfüllen und im Spiel voranzukommen. Die Story wird nur fortgesetzt, wenn man die Bitten anderer Leute erfüllt. Fürsorge wird immer wieder betont und von der Spielmechanik verlangt und belohnt. Dennoch kann man Tiere mit marginalen Konsequenzen vernachlässigen. Es liegt jedoch im Interesse der Spielenden, ihre Nutztiere gut zu behandeln, denn nur dann geben sie Milch, legen Eier usw. Außerdem erhält man durch eine optimale Betreuung hochwertigere Produkte.

Zusammenfassend kann man sagen, dass „Harvest Moon: Dorf des Himmelsbaumes“ ein solides Bauernhofspiel ist und von der BuPP für jüngere Spielende, die sich gerne alleine dem Spielgeschehen widmen, empfohlen wird.

Getestete Plattform:

3DS

Spiel erfordert:

Reaktion:

wenig

Denken:

mittel

Ausdauer:

viel

Links zu weiteren Infos:

Screenshots: 
screenshot: Erntegöttin mit blauen Haaren und die Quelle der Erntegöttin
screenshot: Eine junge Frau steht vor einem Haus im Dorf des Himmelsbaumes.
screenshot: Eine junge Frau streichelt ein Pferd im Stall.
screenshot: Ein junger Mann erntet Blumen und Gemüse im Garten.
screenshot: Ein Mädchen steht auf einem Floss und hält eine Angel in den Händen.
Screenshot: kubische Landschaftstexturen
Screenshot: ein Feld mit künstlicher Bewässerung und dahinter Ställe und Tiere
Screenshot: ein Mädchen fischt