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Ori and the blind forest

Empfehlungen
Naru, ein großes felliges Wesen sitzt auf einem Baumstumpf vor einem riesigen leuchtenden Baum und hält Ori, ein kleines, leuchtendes Wesen im Arm.

BuPP-Altersempfehlung:

"ab 12 Jahren"
Genre: 
Jump & Run
Charakteristik: 
Jump & Run-Spiel mit Adventure-Elementen
Altersfreigabe lt. PEGI:
ab 7
Inhaltsbeurteilung (PEGI): 
Gewalt
Verfügbare Plattformen: 
Windows (PC)
Xbox One
Xbox360
Technische Voraussetzungen: 
PC: Intel Core 2 Duo E4500 2.2GHz o.Ä., Radeon HD 6570 o.Ä., 4GB Arbeitsspeicher, 8GB Festplattenspeicher
Verlag: 
Microsoft Studios
Erscheinungsdatum:
11. März 2015
Kosten:
bis EUR 20,-
Multiplayer-/ Kooperationsmodus:
Nein
Onlinemultiplayerfunktion: 
Nein
In-Game-Käufe:
Nein
In-Game-Werbung:
Nein

Spielbeschreibung:

"Ori and the blind forest" ist ein künstlerisch gestaltetes Jump and Run, das auch eingie Elemente von Adventures und Rollenspielen beinhaltet.

Schon nach wenigen Spielminuten fällt Ori, und damit den Spielenden, die große Aufgabe zu, den Wald zu retten und das Gleichgewicht der Kräfte in Nibel wieder herzustellen. Denn ein gewaltiger Sturm stürzte einen einstmals blühenden Wald in Dunkelheit. In ebendiesem Sturm verlor auch der Geisterbaum - das Herz des Waldes - eines seiner Kinder: Ori.

Um das Gleichgewicht wieder herzustellen, muss man nun als Ori drei Orte, die den Elementen Wasser, Feuer und Luft entsprechen, reinigen. Jeder dieser Orte birgt eigene Geheimnisse und Gefahren. Während man im Bereich des Wasser über vergiftete Pfützen und Teiche hüpft, hat man im Bereich des Feuers naturgemäß eher mit Lavaströmen zu kämpfen. Natürlich gibt es neben den Naturgewalten auch noch diverse Gegner, wie etwa Spinnen, Frösche oder aber fantastische Energiewesen, die den Spielerinnen und Spielern an den Kragen wollen. Unterstützung im Kampf gegen die Widrigkeiten der Spielwelt und ihre Bewohner bekommt man dabei von Sein, einem Lichtwesen, das Ori sowohl leitet, als auch durch einen Energieangriff verteidigt. Ori selbst ist zu Beginn des Spiels noch eher schwach und verletztlich, gewinnt aber nach und nach an Stärke und Fähigkeiten.

Eher unbekannt aus klassischen „Jump and Runs“, dafür umso bekannter aus Adventures und Rollenspielen, ist, dass die Talente des Helden in einem Fertigkeitenbaum ausgebaut und freigeschalten werden. So wird etwa der gewöhnlich Sprung zum Dreifach-Hopser weiterentwickelt oder die Widerstandsfähigkeit Oris erhöht. Nach und nach wird Ori dadurch und durch Fähigkeiten, die man im Laufe der Handlung erhält, zu einem mächtigen Kämpfer für das Überleben des Waldes. Fortan läuft und springt man nicht nur, sondern klettert, gleitet und schießt sich auch elegant durch die Gegend. Je mehr dieser Fähigkeiten man im Lauf des Spiels entwickelt und je genauer man die Spielwelt nach Energie- und Lebensupgrades durchforstet, desto größer wird dabei die Chance, dass man den recht hohen Schwiergkeitsgrad bezwingt und die Reise zu einem erfolgreichen Ende bringt.

Spielbewertung:

„Ori and the Blind Forest“ ist einer der momentan atmosphärischsten und besten Vertreter des „Jump and Run“-Genres. Die künstlerische Gestaltung der Welt, als auch der Hintergrundmusik, zieht einen sofort in den Bann - auch die rührende Geschichte trägt zu dem positiven Spielerlebnis bei. Alles wurde mit sehr viel Liebe zum Detail und viel Fantasie umgesetzt.

Das Spiel verknüpft klassische Tugenden, die ein gutes „Jump and Run“ auszeichnen, z.B. eine tolle Steuerung und ansprechendes Leveldesign, mit eher ungewöhnlichen Elementen. Zu letzteren zählen etwa die Charakterentwicklung, die sich hervorragend in die Spielmechanik einfügt und das clevere Speichersystem. Man kann zwar fast zu jeder Zeit speichern, benötigt dafür aber Energie. Es kommt also nicht nur einmal vor, dass man sich denkt, man spielt noch ein bisschen bevor man speichert, dann das Zeiliche segnet und sich dann über sich selber ärgert. Umrahmt wird das Ganze von einer abwechslungsreichen und dynamischen Umgebung, der mitreißenden Story, passendem Sound und natürlich der tollen grafischen Darstellung, die sowohl in Sachen künstlerischer Anspruch, als auch technischer Umsetzung jedem Vergleich standhält.

Kritik gibt es lediglich auf hohem Niveau. Der Schwierigkeitsgrad ist mitunter etwas zu hoch ausgefallen; zumal dieser auch nicht einstellbar ist. Die Möglichkeit, die Welt auch nach Beendigung der Story zu bereisen wäre wünschenswert und natürlich dürfte das Spiel auch gerne noch etwas länger sein. Besonders, da der Wiederspielwert ohne Mehrspielermodus und Handlungsaufgaben abseits der Geschichte nicht allzu hoch ist.

Genretypisch fördert das Spiel Reaktionsfähigkeit und die Hand-Auge-Koordination. Aus pädagogischer Sicht ergeben sich für die Zielgruppe keine Einwände gegen eine Empfehlung und somit kann „Ori and the Blind Forest“ - aufgrund seiner hohen Schwierigkeit - für Spielende ab 12 Jahren empfohlen werden.

Spielspezifische Anmerkungen

Die PC-Version des Spiels muss über einen Steam-Account aktiviert werden. Ein Weiterverkauf wird dadurch ausgeschlossen. Zum Zeitpunkt der Testung (März 2015) kann es im Spiel noch vereinzelt zu "Bugs" (= Fehlern im Spiel) kommen, die ein Weiterkommen verhindern. Lösungen (Patches) sollen demnächst nachgereicht werden.

Getestete Plattform:

Spiel erfordert:

Reaktion:

viel

Denken:

mittel

Ausdauer:

mittel

Links zu weiteren Infos:

Screenshots: 
Eine von Dornen übersäte Höhle mit bläulich schimmernden Portalen.
Ori auf einem umgestürzten Baum in einem bläulichen Zauberwald.
Ori vor einem baumartigen Schrein, der eine Fähigkeit spendiert.
Ori vor dem Eingang zu einem besonderen, ausgehöhlten, Baum.