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Schein

Empfehlungen
Logo: Der Hauptcharakter steht in einem sumpfigen Wald. Er hat die rechte Hand erhoben, in der eine grüne Flamme leuchtet.

BuPP-Altersempfehlung:

"ab 12 Jahren"
Genre: 
Jump & Run
Charakteristik: 
2D Rätsel Jump & Run
Altersfreigabe:
k.A.
Verfügbare Plattformen: 
Windows (PC)
Technische Voraussetzungen: 
Windows Vista oder höher, 1.6 GHz Prozessor, 768 MB Ram, 1.1 GB Festplattenspeicher, Grafikkarte mit 256 MB Ram
Verlag: 
Zeppelin Studio
Erscheinungsdatum:
14. Juli 2014
Kosten:
bis EUR 10,-
Multiplayer-/ Kooperationsmodus:
Nein
Onlinemultiplayerfunktion: 
Nein
In-Game-Käufe:
Nein
In-Game-Werbung:
Nein

Spielbeschreibung:

Schein ist ein Jump and Run Rätselspiel des österreichischen Entwicklerteams „Zeppelin Studio“. Spielende schlüpfen hier in die Rolle eines Vaters, der in einem Sumpf auf der Suche nach seinem verlorengegangen Sohn ist. Das Spiel beginnt damit, dass der Hauptcharakter eines Tages auf seiner Suche im Sumpf einem Irrlicht begegnet, das ihm Hilfe anbietet. Durch das magische Licht des Irrlichts wird die Umgebung des Sumpfes verändert und verborgene Plattformen und Hindernisse treten zutage. So wird es dem Hauptcharakter ermöglicht, immer tiefer in den Sumpf vorzudringen, um seinen Sohn zu finden. Spielende können das magische Licht auf Knopfdruck ein- und ausschalten und somit ihre Umgebung verändern. Dieses Prinzip ist stark in die Spielmechanik integriert und im Laufe des Spiels werden insgesamt drei verschiedene Lichtfarben freigeschaltet. 

Die Steuerung erfordert viel Geschick, da während Sprüngen und anderen waghalsigen Manövern oftmals zwischen mehreren Farben gewechselt werden muss, um Hindernisse in der Luft verschwinden und Plattformen im richtigen Moment erscheinen zu lassen. Weiters gibt es eine Reihe an Schaltern und Mechanismen, die durch das richtigfarbene Licht aktiviert werden. Diese bilden zusammen mit verschiedenfarbigen Lampen, die vom Spielenden verschoben werden können, Rätselaufgaben. Beispielsweise müssen Lampen an die richtige Position gestellt werden, damit ein Hindernis aus dem Weg gezogen wird. Die Hintergrundgeschichte wird im Laufe der Level durch Dialoge zwischen der Spielfigur und dem Irrlicht erzählt, bleibt aber zu weiten Teilen sehr mystisch und verborgen.
 

Spielbewertung:

Schein bietet Spielenden eine interessante Mischung aus Rätselspiel und klassischem 2D Jump and Run und ist sicher eines der schwierigsten Spiele seines Genres. Die Spielgeschichte ist kryptisch gehalten und lässt viel Raum für Interpretationen offen. Auf der Suche nach Antworten gilt es, verschiedene Hindernisse im Sumpf zu überwinden. Dazu wird von den Spielenden durch das innovative Spielprinzip viel Geschick und Reaktionsvermögen abverlangt. Das schnelle Wechseln zwischen Lichtfarben muss zeitlich genau auf Sprungeinlagen und andere Manöver angepasst werden. Fällt der Hauptcharakter hierbei in den Sumpf oder verletzt sich an Hindernissen wie Dornen, wird die Spielfigur automatisch zum letzten Speicherpunkt zurückgesetzt. Diese sind in den verschiedenen Levels relativ fair verteilt, dennoch sorgt der hohe Anspruch an Hand-Auge Koordination, Merkfähigkeit und Reaktionsvermögen dafür, dass manche Spielpassagen sehr oft wiederholt werden müssen. Auch die Rätselelemente können unerfahrene Spielende vor schier unlösbare Probleme stellen, bis sich erst nach einigem Grübeln die Lösung offenbart. Im Spiel selbst gibt es zu den Rätseln keine weitere Hilfestellung. Über das Internet, beispielsweise auf YouTube, finden sich aber Videos, die bei Unklarheiten helfen können. Auch wenn manche Aktionen zeitkritisch absolviert werden müssen, gibt es keinen Zeitdruck im Spiel und man kann - und muss - jede Stelle beliebig oft wiederholen. 

Die graphische Gestaltung und die akustische Untermalung sind stimmig und wirken sehr künstlerisch. Nach längerer Spielzeit kann es zu gelegentlichem Ruckeln im Spiel kommen. Gewalt spielt im ganzen Spiel keine Rolle. Die Notwendigkeit rotes und grünes Licht zu unterscheiden und einzusetzen, könnte für Personen mit einer Farbsehschwäche zu Schwierigkeiten führen.

Generell stellt Schein sehr hohe Ansprüche an die spielerischen Fähigkeiten und kann mitunter auch frustrieren, wenn nach längerem Herumprobieren ein Abschnitt nicht absolviert werden kann. Das Spiel fordert und fördert Reaktionsvermögen, logisches Denken, Geduld, Durchhaltevermögen, Konzentration und die Spielgeschichte regt zum Nachdenken an. Aufgrund der hohen Anforderungen an die Spielsteuerung ist Schein sicher kein Spiel für Einsteiger/innen sondern eher für Jump and Run Profis geeignet, die auf der Suche nach einer Herausforderung sind. Die werden allerdings in Schein mit sehr viel Spielspaß belohnt. Scjhein wird daher für erfahrene Spieler/innen ab zwölf Jahren empfohlen.

Spielspezifische Anmerkungen

Die Spielgeschichte ist englisch vertont, es können aber deutsche Untertitel dazu geschaltet werden. Eine kostenlose Demo mit einem Level ist auf der Herstellerseite zum Download verfügbar.

Getestete Plattform:

Spiel erfordert:

Reaktion:

viel

Denken:

viel

Ausdauer:

viel

Links zu weiteren Infos:

Screenshots: 
Der Hauptcharakter steht mit einer grün leuchtenden Flamme in der Hand in einem Moor.
Der Hauptcharakter hält eine rot leuchtende Laterne, dessen Licht ihn verändert und mit einer dämonischen Fratze darstellt.
Der Hauptcharakter steht vor einem Steintor.
Der Hauptcharakter ist mit drei unterschiedlich färbigen Lichtquellen (grün, blau und rot)  zu sehen.