Informationen für Pädagog/inn/en
Computer- und Konsolenspiele haben im Alltag der meisten Jugendlichen einen fixen Platz, sie gehören zu ihrem Freizeitmix selbstverständlich dazu. Die Auseinandersetzung mit dem Thema findet in der Pädagogik, sowohl in der Schule als auch in der Jugendarbeit, jedoch nur selten oder eher einseitig statt. Computer- und Konsolenspiele (im Folgenden kurz: Games) gelten vielen Erwachsenen und Pädagog/inn/en als die unproduktive, unnütze, wenn nicht sogar problematische Freizeitbeschäftigung schlechthin. Und so ist die einzige Auseinandersetzung oft von Befürchtungen und resultierenden bewahrpädagogischen Interventionen geprägt. Diesen negativen Zuschreibungen stehen jedoch eine Reihe von Aspekten gegenüber, die Games als lohnenswertes Thema erscheinen lassen für eine Pädagogik, die Empowerment zum Ziel hat.
Der Aufwand für Pädagog/inn/en, sich dem Thema zu widmen, ist dabei zunächst gar nicht so groß, wie vielfach befürchtet wird. Es stimmt zwar: Computer- und Konsolenspiele bilden im Spektrum der Medien eine neue Welt für sich, da sie neue Dimensionen interaktiver Unterhaltung eröffnen. Dennoch ist die Pädagogik im Grunde nicht mit gänzlich neuen oder anderen Anforderungen konfrontiert, als sie es nicht schon bisher bei Buch, Film, Fernsehen, etc. war. Die verschiedenen Settings pädagogischer Arbeit, also Schule, Freizeit, soziale Einrichtungen, etc., stellen natürlich unterschiedliche Anforderungen und bieten verschiedene Möglichkeiten. Sobald jedoch Raum für eine thematische Arbeit abseits eines Lehrplanes gegeben ist, sind grundlegende Interventionen in gleicher Weise sinnvoll und zielführend.

