Medienkompetenz
Wenn die Pädagogin oder der Pädagoge sich dem Thema Computerspiele angenähert hat, können Games in einem nächsten Schritt natürlich auch systematisch zum Thema gemacht und mit bewährten Methoden behandelt werden. Die Zielsetzung der Vermittlung von Medienkompetenz, eine Anregung zur medienkritischen Auseinandersetzung bei den Jugendlichen, ist auch bei Games möglich und sinnvoll.
So stellt der Grundsatzerlass Medienerziehung des BMUKK fest: "Medienkompetenz als Zielhorizont medienpädagogischer Bemühungen umfasst neben der Fertigkeit, mit den technischen Gegebenheiten entsprechend umgehen zu können, vor allem Fähigkeiten, wie Selektionsfähigkeit, Differenzierungsfähigkeit, Strukturierungsfähigkeit und Erkennen eigener Bedürfnisse u.a.m. Insbesondere bei der Nutzung der so genannten Neuen Medien stellen sich im medienerzieherischen Zusammenhang - über den Nutzwert der Medien für den fachspezifischen Bereich hinaus - Fragen von individueller und sozialer Relevanz."
Konkret kann das bedeuten:
- Das eigene Spielverhalten reflektieren: Wann Spiele ich? Wie spiele ich? Wie verändert Spielen meine Stimmung?
- Computerspiele einer "Text-Analyse" unterziehen um z.B. stereotype Rollenbilder zu erkennen, etc.
- Den "Markt" der Computerspiele analysieren: Wer macht die Spiele? Wer verdient daran?
- Die Grenzen zwischen Computerspiel und Realität hinterfragen: Worin unterscheidet sich meine Wahrnehmung einer Kriegsszene in einem Spiel und in einer Nachrichtensendung? Wie weit wird das eigene Leben bei Multiplayer-Spielen, wie z.B. WoW, in das Spiel eingebracht? Wie beeinflussen Spiele mein Leben, z.B. hinsichtlich meines Freundeskreises, etc.?
Anregungen zur pädagogischen Arbeit mit dem Ziel der Vermittlung von Medienkompetenz bieten unter anderem:
Die Online-Plattform Mediamanual des BMUKK und der Deutsche Bildungsserver.

