Gebärden Videos auf BuPP
Allgemeine Erklärung der BuPP Website
Text zum Video
„Spielen ist die einzige Art, richtig verstehen zu lernen“, hat der bekannte Kybernetiker Frederic Vester einmal formuliert. Spielen an sich stellt einen Wert dar, ist mehr als nutzloser Zeitvertreib. Das gilt auch für gute Computer- und Konsolenspiele. Und das Spielen am Bildschirm hat im Alltag der meisten Jugendlichen auch längst einen fixen Platz. Viele Erwachsene stehen den Computerspielen jedoch verunsichert gegenüber. Ganz besonders auch deshalb, weil die Auseinandersetzung mit dem Thema in der Öffentlichkeit oft sehr einseitig stattfindet. Allen voran das Thema der Gewalt sorgt vielerorts für Verunsicherung. Den negativen Zuschreibungen stehen jedoch eine Reihe von Aspekten gegenüber, die gute Computerspiele als eine sinnvolle und bereichernde Erweiterung der Freizeitmöglichkeiten Jugendlicher erscheinen lassen. So machen viele Spiele nicht nur eine Menge Spaß, sie fördern auch verschieden, wichtige Kompetenzen und Fähigkeiten, wie Auge-Hand-Koordination, strategisches Denken, Zielstrebigkeit und Durchhaltevermögen, räumliche Vorstellungskraft und Orientierung sowie in vielen Fällen auch Kommunikation und Teamarbeit.
Im österreichischen Jugendministerium wurde daher die „Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen“, kurz: BuPP, eingerichtet. Die BuPP bietet Eltern und anderen Personen, die für Ihre Kinder Spiele kaufen, eine Orientierungshilfe, indem sie gute Spiele empfiehlt und in einer Datenbank auf dieser Website veröffentlicht.
„Gute Spiele“ im Sinne der BuPP sind dabei solche, die Spaß machen und gegen die pädagogisch keine Bedenken zu erheben sind. Die von der BuPP empfohlenen Spiele fordern vielmehr von den Spielerinnen und Spielern verschiedene wünschenswerte Fertigkeiten und Fähigkeiten, womit diese spielerisch gefördert werden. Ob ein Spiel diese Empfehlung verdient, wird in einem strukturierten Prüfverfahren ermittelt: Dabei spielen Gutacher und Gutachterinnen zunächst das Spiel durch. Anschließend wird es von den Gutachtenden einer Bewertungskommission präsentiert, wo ausgiebig darüber diskutiert wird. Die Kommission entschiedet schließlich mehrheitlich über eine Empfehlung.
Darüber hinaus möchte die BuPP über das Thema "Computerspiele" sachlich informieren und auch auf genau diese positiven Aspekte der Spiele hinweisen. Dazu werden auf eigenen Seitenbereichen für Jugendliche, Eltern und Pädagog/inn/en sowie zur aktuellen Forschung zielgerichtete Hintergrundinformationen angeboten.
Damit will die BuPP Eltern und Pädagog/inn/en dabei unterstützen, sich mit dem Spiele-Verhalten ihrer Kinder auseinander zu setzen. Denn am allerwichtigsten wird es immer sein, die eigenen bzw. die anvertrauten Kinder zu kennen, sie ernst zu nehmen und vor allem auch: MIT den Kindern zu spielen!

