The Lost Crown
Beschreibung:
Im Adventure "The Lost Crown" begleiten nervenstarke PC-Spielende die beiden Geisterjäger Nigel Danvers und Lucy Reubans in das verschlafene Städtchen Saxton, wo sich zunächst merkwürdige, schnell jedoch schreckliche Dinge abspielen. Dass sie gerade nach Saxton kommen, ist dabei keineswegs Zufall… Mit verwirrenden Dialogen mit den Einwohnern (die anscheinend mehr über sie wissen als sie selbst) und einem Telefonat mit ihrem ehemaligen Boss, befinden sie sich bereits inmitten einer Jagd nach einem Schatz - und Geistern. Immer tiefer werden die Spielenden in viele verschiedene Geschichten und Vorkommnisse hineingezogen, die stets mehr Fragen als Antworten aufwerfen und - wie im Laufe des Spieles deutlich wird - sehr viel miteinander zu tun haben.Begründung:
"The Lost Crown" präsentiert sich optisch und inhaltlich wie ein interaktiver Psychothriller: Großteils in schwarzweiß, nur vereinzelt mit Farbelementen, baut das Adventure ein paranormales Szenario mit einmaliger Optik auf. Auch wenn die Grafik rein technisch nichts Besonderes ist und die Animationen teilweise sogar ausgesprochen hölzern sind - die stimmungsvollen Bilder fesseln von der ersten Minute an und der Sound unterstützt die Wirkung. Diese intensive Atmosphäre, aufgebaut durch die optischen und auch akustischen Darstellungen, ist die Stärke des Spiels. Für alle Adventure-Fans, die sich gerne auf Geisterjagd begeben, ist das Spiel jedenfalls höchst interessant. Was den Spielspaß allerdings für Manche trüben mag, ist dass man nicht immer genau weiß, was zu tun ist und daher oft langwierig herumirren muss. Das Weiterkommen wird auch dann häufig erschwert, wenn man eine scheinbare Kleinigkeit nicht angeklickt hat. Generell wäre eine Hilfeoption sehr nützlich gewesen, da auch die Rätsel teilweise sehr schwer zu lösen sind. Die Rätsel sind jedoch stets logisch und fair, was für den Ablauf leider nicht gilt - hier entsteht der Eindruck, dass unlogische und sinnlose Handlungen erforderlich sind, um die Spielzeit zu verlängern. In diesem Sinne stellen sich auch oft die - grundsätzlich zwar guten und stimmungsvollen - Dialoge dar, die sich teilweise wiederholen, in die Länge ziehen und nicht abgebrochen oder beschleunigt werden können. Festzuhalten ist jedenfalls auch, dass Gewalt teilweise sehr deutlich dargestellt wird und immer wieder gruselige Momente auftreten, die einem Horrorfilm vergleichbar sind. Aktiv ist Gewalt allerdings an keiner Stelle auszuüben und auch die gruseligen Momente werden eher über Stimmungen geschaffen. Insgesamt überwiegen jedoch die Faszination und Motivation, die über die Schwächen des Spieles hinwegsehen lassen. "The Lost Crown" wird daher für Adventure- und Gruselfans ab 14 Jahren empfohlen.Zurück






