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Bupp - Information zu digitalen Spielen

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Neue Trends auf der Electronic Entertainment Expo – E3 2019

Menschenmenge vor dem Eingang zur E3

Im Juni war es wieder soweit! Die Schwergewichte der Spiele- und Gaming-Industrie gaben auf der "Electronic Entertainment Expo" (E3) in Los Angeles einen Einblick in die Zukunft der Milliarden-Branche. Vor zehntausenden Besucherinnen und Besuchern wurden innovative Konzepte, neue Spiele und zukunftsweisende Technologien vorgestellt. Hochleistungs-PCs für zuhause um in optimaler Grafik spielen zu können, sind möglicherweise bald obsolet. Ein High-End Spiel mit exorbitanten Hardwareanforderungen spielt sich mit den geplanten „Spiele-Streaming-Diensten“ vielleicht bald schon am einfachen Billig-Computer zu Hause oder gar am Smartphone aus der Hosentasche. Ausgelagerte Rechenzentren sollen digitale Spiele, ähnlich wie beim Streamen von Filmen, ruckelfrei auf die Bildschirme bringen. Ob die größte Hürde für ein ungetrübtes Streaming-Spielevergnügen, die Latenz (also die Verzögerung, mit der der die Online-Server reagieren), auch im Echtbeitrieb mit tausenden Spielenden überwunden werden kann, bleibt allerdings noch fraglich.

Ein weiterer Trend war die Ankündigung von neuen Abo-Modellen. Spiele-Flatrates sollen den Gaming-Fans die Rechnung erleichtern, was sie sich leisten können: Einige Branchengrößen locken Gamer mit Monatsabos, die es ermöglichen sollen, statt bislang nur ein oder zwei neue Titeln pro Monat, nun Dutzende Games spielen zu können.

Beide Trends, sowohl das Abo wie auch das Cloud-Gaming, klingen verlockend, machen jedoch Spielende stark vom Anbieter abhängig: Fällt beispielsweise der Streaming-Dienst aus oder wird ein Abo irgendwann vom Anbieter eingestellt, ist es vorbei mit dem Spielspaß. Denn was man nicht auf der eigenen Festplatte hat und wofür man nicht die unbefristeten Nutzungsrechte besitzt, ist dann vielleicht dauerhaft nicht mehr zugänglich. Auch bleibt offen, wie sehr sich der Markt noch weiter segmentieren wird – also welche Vielfalt die einzelnen Angebote enthalten werden, beziehungsweise ob zahlreiche "Exklusiv-Titel" für einzelne Abos eine Entscheidung oder das Bezahlen von mehreren Diensten verlangen werden.

In welcher Form die Visionen der "Big Player" wirklich umgesetzt werden, wird sich in den nächsten Jahren zeigen.