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CURE Runners

Empfehlungen
Silhouette einer laufenden Frau

BuPP-Altersempfehlung:

"ab 12 Jahren"
Genre: 
Jump & Run
Charakteristik: 
Jump and Run und Ressourcen-Management-Spiel
Altersfreigabe lt. Apple iOS Store:
ab 9
Google Alterseinstufung:
Niedrige Stufe
Verfügbare Plattformen: 
Android
iOS (iPhone, iPad, iPod Touch)
Technische Voraussetzungen: 
Android-Version 2.3.3 oder höher, iOS Version 6.0 oder höher
Verlag: 
ovos media GmbH
Erscheinungsdatum:
31. März 2014
Multiplayer-/ Kooperationsmodus:
Nein
Onlinemultiplayerfunktion: 
Nein
In-Game-Käufe:
Nein
In-Game-Werbung:
Nein

Spielbeschreibung:

In "CURE Runners" begeben sich die Spielenden auf ein Abenteuer in die Endzeitwelt von "Raynebow Island". Auf der Insel dreht sich alles um das Heilmittel CURE, denn die Insel wird von lebensbedrohlichen Pollenstürmen heimgesucht und nur CURE kann die Menschen vor der Bedrohung schützen. Gleichzeitig wird CURE auch als Währung auf Raynebow Island verwendet.

Die Spielenden schlüpfen in die Rolle von Alice Stance, die nach Widerstandskämpfen auf der Insel in die vergiftete Zone auf Raynebow Island verbannt wurde. Um diese wieder zu verlassen und die geheimen Machenschaften des Konzerns „Raynecoat Corporation“ aufzuklären, begibt sich Alice auf einen Parcours-Lauf durch 15 Levels in drei unterschiedlichen Szenarien. Jedes Level stellt einen Tag im Leben von Alice dar.

Zu Beginn eines Laufs durch die vergifteten Landschaften trägt Alice eine überlebenswichtige Gasmaske. Diese hält jedoch nur eine bestimmte Zeit - wird keine neue eingesammelt, verbraucht Alice rasch wertvolles CURE. Dementsprechend stehen die Spielenden stehts unter Zeitdruck. Die Steuerung erfolgt mittels Wischgesten am Smartphone bzw. Tablet. Nach jedem Levelaufstieg wird eine neue Fertigkeit freigeschaltet, die fortan zu Beginn eines Levels gegen Bezahlung von CURE verwendet werden kann. CURE kann während des Parcours-Laufs eingesammelt werden oder es wird durch die Erfüllung von Aufträgen verdient.

Neben Jump and Run-Elementen ist auch strategisches und taktisches Vorgehen gefragt. Beim Umgang mit der Währung CURE, von der auch gleichzeitig das Leben von Alice abhängt, wird von den Spielenden gutes Ressourcen-Management abverlangt. Immer wieder werden die Spielenden mit Kaufentscheidungen konfrontiert. Dies betrifft etwa die Auswahl der Unterkunft. Je nachdem für welchen Standard man sich entscheidet, hat man andere laufende Kosten und auch andere Möglichkeiten im Spiel. Man kann auch seine Ausrüstung verbessern oder seine Kleidung umfärben, wenn man das möchte. Aber auch Schulden und deren Konsequenzen sind im Spiel möglich. Der geschickte Umgang mit der Lebens- und Geld-Ressource CURE ist zentrales Element des Spiels. 

 

Spielbewertung:

Die pädagogische Intention von „CURE Runners“ ist lustvoll umgesetzt, ohne zu offensichtlich zu sein. Während reales Geld nicht angesprochen wird, finden sich im Spiel viele Situationen wieder, die echte Probleme im Alltag von Jugendlichen widerspiegeln. Das sind etwa Schuldenfallen, dubiose Verträge oder das generelle Auskommen mit und Verdienen von Geld, welches im Spiel mit der knappen Ressource CURE verkörpert wird. Für den Transfer der Lerninhalte in die echte Welt bedarf es aber - wie bei Serious Games üblich - einer Reflexion, zum Beispiel im Rahmen eines pädagogischen Settings. 

Strategische und taktische Elemente machen „CURE Runners“ zu einem anspruchsvollen Spiel. Auch der Parcours-Lauf und der dabei ständig vorhandene Zeitdruck verlangt von den Spielenden Geschicklichkeit, Präzision und vorausschauendes Denken. Ungeübte Spielende könnten an der anspruchsvollen Spielmechanik scheitern, was frustriert und ein Weiterkommen sowie das Vermitteln von positiven Lerneffekten im Spiel erschwert. Dadurch steht das pädagogische Ziel eventuell im Konflikt mit den motorischen Anforderungen an die Spielenden.

Technisch ist das Spiel gut umgesetzt. Die grafische und akustische Gestaltung ist gelungen und unterstreicht die Endzeit-Stimmung des Szenarios. Trotz dramatischer Story und düsterer Landschaft spielt Gewalt im Spiel keine Rolle. 

Etwas negativ fällt lediglich zeitweise die Steuerung der Spielfigur auf, die nicht immer ganz "rund läuft". Leider gibt es - trotz gutem Tutorial am Anfang - keine weiter "Hilfefunktion" während des Spiels. Dennoch: „CURE Runners“ ist spannend, das Spiel macht Spaß, ist kostenlos und ohne lästige Werbung oder In-Game-Käufe und nicht zuletzt bietet es ein großes pädagoisches Potential! Auch die starke, weibliche Hauptfigur entzieht sich allerKlischees und bietet gute Identifikationsmöglichkeiten für Spielende.

„CURE Runners“ wird von der BuPP für geübte Spielende ab 12 Jahren empfohlen.

Spielspezifische Anmerkungen

"Cure Runners" wurde von der Wiener Spieleschmiede ovos und vom Jungunternehmen Three Coins entwickelt, welches unter anderem das wissenschaftliche Know-How zum Thema Geld-Management in das Spiel einbrachte. Das Spiel ist derzeit (Stand April 2014) nur in Österreich erhältlich.

Getestete Plattform:

Spiel erfordert:

Reaktion:

viel

Denken:

mittel

Ausdauer:

mittel

Links zu weiteren Infos:

Screenshots: 
Alice läuft zu einem Gebäude.
Alice sammelt im Sprung Schilde auf.
Alice sammelt auf einem Gebäude eine Gasmaske ein.
Das Spielmenü zeigt die gespielten Tage und mögliche Aufträge.
In der Tagesabrechnung werden alle Ein- und Ausgaben abgerechnet.
Vor Beginn eines Levels können Fähigkeiten zugekauft werden.
Alice wird mit der Entscheidung konfrontiert, in eine CURE-Maschine zu investieren.