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Kerbal Space Program

Empfehlungen
Kleiner grüner Bewohner des Planeten Kerbin im Astronauten-Anzug

BuPP-Altersempfehlung:

"ab 14 Jahren"
Genre: 
Simulationen
Charakteristik: 
Weltraum-Flugsimulation
Altersfreigabe:
k.A.
Verfügbare Plattformen: 
Linux (PC)
Mac OSX (Apple)
Windows (PC)
Technische Voraussetzungen: 
Windows Vista oder höher; Mac OS X 10.6 oder höher; 3 GB RAM; 1 GB freier Festplattenspeicher
Verlag: 
Squad
Erscheinungsdatum:
20. März 2013
Kosten:
bis EUR 30,-
Multiplayer-/ Kooperationsmodus:
Nein
Onlinemultiplayerfunktion: 
Nein
In-Game-Käufe:
Nein
In-Game-Werbung:
Nein

Spielbeschreibung:

„Kerbal Space Program“ ist eine Weltraum-Flugsimulation, in der Spielende ihr eigenes Raumfahrtprogramm leiten. Gestartet wird auf dem fiktiven Planeten Kerbin. Dort übernehmen die Spielenden das aufstrebende Raumfahrtprogramm der Einwohner des Planeten, den so genannten Kerbals.

Um mit den Kerbals in den Weltraum vordringen zu können, müssen allerdings zunächst Raketen konstruiert werden. Dazu gibt es im Spiel eine Vielzahl an Bauteilen und Modulen, wie etwa Treibstofftanks, Triebwerke, Stabilisatoren, Entkoppler, Sensoren oder Kommunikationsgeräte. Je nach Ausstattung des Flugobjekts können sich die Spielenden damit auf unterschiedliche Missionen begeben. So können Monde und andere Planeten des Sonnensystems erkundet, Raumstationen errichtet oder Asteroiden abgelenkt werden. Darüber hinaus ist es auch möglich, Flugzeuge zu entwickeln, mit denen der Heimatplanet erkundet werden kann.

Auch das Steuern der Raketen oder Flugzeuge übernehmen die Spielenden selbst. Aufgaben dabei sind unter anderem auch das Erreichen eines stabilen Orbits um einen Himmelskörper oder das Aufsuchen eines anderen Planeten.

Zur Auswahl stehen den Spielenden drei verschiedene Spielmodi. Im Sandbox-Modus stehen bereits zu Beginn alle Bauteile zur Verfügung und es gibt kein dezidiertes Spielziel. So kann nach Lust und Laune gebaut, geplant und erkundet werden. Im Science-Modus geht es darum, durch Erforschungen möglichst viele Wissenschaftspunkte zu sammeln, um damit nach und nach Bauteile und somit Möglichkeiten für das Raumfahrtprogramm freizuschalten. Auch im Karriere-Modus starten die Spielenden zunächst mit nur wenigen Bauteilen und schalten weitere durch Wissenschaftspunkte frei. Bauteile kosten hier jedoch Geld, das durch das Erfüllen von speziellen Missionen verdient werden kann.

Zusätzlich zu den drei Spielmodi gibt es einige Szenarien, die die Spielenden vor bestimmte Aufgaben stellen, z.B. ein Raumschiff mit wenig Treibstoff wieder zurück auf Kerbal zu bringen.

Spielbewertung:

„Kerbal Space Program“ gibt den Spielenden einen Einblick in Raumfahrttechnologie und Astronomie und lädt zum Tüfteln, Experimentieren und Erkunden ein. Dabei stehen den Spielenden viele Freiheiten, zahlreiche Möglichkeiten und Raum für Kreativität offen. Dies sorgt für langanhaltenden Spielspaß. Zudem erlauben die Entwickler die Erstellung von Mods für das Spiel. Diese können wiederum für alle Spielenden zur Verfügung gestellt werden. So gibt es bereits eine große Anzahl an Erweiterungen (z.B. Zusatzbauteile oder Texturen).

Ein wichtiger Bestandteil ist die Physik- Engine. Diese ist durchaus gelungen, stellt jedoch vieles vereinfacht und teilweise unrealistisch dar (etwa bzgl. Aerodynamik oder Gravitationskräfte). Dennoch gelingt es dem Spiel, viel Fachwissen im Bereich Raumfahrttechnologie und Astronomie zu vermitteln und regt vor allem an, sich über das Spiel hinaus mit der Thematik zu beschäftigen. Weiteres Förderungspotenzial bietet der Karriere-Modus, in dem die Spielenden wirtschaftlich agieren müssen und sich im Umgang mit Geld und Ressourcen üben.

Die Spielwelt ist optisch eher nüchtern gestaltet und grafisch nicht am neuesten Stand der Technik. Hier wird deutlich, dass der Fokus eindeutig auf dem Bauen und Steuern der Raketen und Flugzeuge liegt. Nichtsdestotrotz sorgt der humorvolle Zugang für Auflockerung.

Zu bemängeln ist der schwierige Einstieg in das Spiel. Das Tutorial ist sehr textlastig (die an sich sehr humorvolle englische Spielsprache kann dies zusätzlich erschweren), gibt wenig Feedback und deckt nicht alle Bereiche im Spiel ausreichend ab. Etwas Erleichterung bringen diverse Einstellungsmöglichkeiten. So sind die Tasten frei belegbar und es gibt verschiedene Schwierigkeitsstufen mit unterschiedlichen Parametern, die wiederrum individuell eingestellt werden können. Ist der Einstieg einmal geschafft, werden die Spielenden dafür mit umso größeren Erfolgserlebnissen belohnt.

Aufgrund der englischen Spielsprache und der Komplexität wird „Kerbal Space Program“ für Jugendliche ab 14 Jahren empfohlen, die genügend Ausdauer und Motivation mitbringen, sich in die Weltraumsimulation zu vertiefen. Dann finden sie allerdings hier ein Spiel, das viele Stunden Spielspaß garantiert.

Spielspezifische Anmerkungen

"Kerbal Space Program" ist derzeit (Stand Dezember 2014) ausschließlich auf Englisch verfügbar. Bei der getesteten Version handelt es sich um ein "Early Access-Spiel". Spielinhalte können noch hinzukommen oder sich noch verändern.

Getestete Plattform:

Spiel erfordert:

Reaktion:

wenig

Denken:

viel

Ausdauer:

viel

Links zu weiteren Infos:

Screenshots: 
Startmenü von Kerbal Space Program
Am Screenshot sieht man das Kerbal Space Center aus der Vogelperspektive.
Raketenhangar mit einer unfertigen Rakete, die gerade zusammengebaut wird
Konstruktion einer Rakete.
Riesige Raumstation, die um den Planeten Kerbin kreist
Ein Kerbal flieg im Weltraum.
Eine Raumstation mit Solarsegeln, die um den Planeten Kerbal kreist
Der Screenshot zeigt einen Kerbal im Cockpit.
Eine Rakete startet vom Planeten Kerbin.
Flugobjekte und ihre Flugbahnen rund um den Planeten Kerbin.